WO MAN NOCH DIE SEELE BAUMELN LASSEN KANN…
Von Axel Ehrhardt
Der moderne Massentourismus  auf dem griechischen Peleponnes ist Gott seid Dank noch nicht richtig angekommen. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, z.B. einsame Sandstrände ohne Ende - kilometerlang. Das bietet z.B. die Halbinsel Kyllini, die geographisch an der westlichen Stelle des Peloponnes liegt und zu den landschaftlich schönsten Ecken des Peleponnes zählt.
Während  Kreta oder die diversen Ägäischen Inseln schon touristisch bereits so gut wie erschlossen sind, findet  der Erholungssuchende und Urlauber noch ein Abgeschiedenheit vor, was anderorts schon zu einer Realität geworden ist: ein unverfälschtes Griechenland
Die Sandstrände sind meist sehr breit, mit einem feinen hellen Sandstrand  und einem unvergesslichem klarem, blauen Meer, das geradezu  zum Schwimmen oder zum Schnorcheln einlädt.
Die bezaubernde Lage am westlichsten Zipfel der Peloponnes-Halbinsel garantiert  unter anderem einen traumhaften Blick auf das Ionische Meer mit  seinen vorgelagerten Inseln, wie z,B. die geschichtsträchtigen Inseln  Zakynthos und Kefallonia. Bei  klarer  Sicht  erkennt man sogar die Insel Ithaka, die Geburtsstätte und Heimat des Odysseus.
Der Ort Kyllini befindet sich ca. 70 km sudwestlich von Patras, und ist umgeben  von einer beruhginden und pittoresken Landschaft, in der  zahlreiches Gemüse und reichlich Obst angebaut wird. In der hügeligen, verschlafenen  Landschaft  wachsen alte, knorrige Oliven- und Zitronenbäume. Bis an die Strände wachsen dichte  Pinienhainen ,  Zedern und  bunten Lilien.

Um Loutra Kyllinis liegt Griechenlands Wellnesszentrum. Man kurt hier gegen Arthritis, Asthma und diverse Hauterkrankungen. In der Gegend gibt es dazu Schwefelquellen, die sicher ihren Teil für jugendliches Aussehen beisteuern können. Spaß macht ein Schlammbad allemal. Selbst für "low" können Sie ein Schlammbad nehmen - in Loutra Kyllini kann man vor den Ruinen der römischen Thermen den “Zauber-Schlamm” aus einem kleinen Bächlein entnehmen, sich damit einreiben und unter Eukalyptusbäumen umherwandeln, bis der Schlamm trocknet und seine Wirkung entfaltet. Umkleidekabinen sind vorhanden.
Unweit der meist auseinanderliegenden Hotels, zum Beispiel am 11 km langen, feinsandigen Kyllini Beach entfernt, liegt das sagenhafte Olympia. Das flachwellige Hügelland mit Teil bewaldeten Bergkuppen bildet die Landschaft, in der die historische Stätten Olympias liegen. Über 100 Jahre lang, von 776 v.Chr. bis 394 n. Chr. wurden hier alle vier Jahre  die sportlichen Wettkämpfe abgehalten. Im 6 .Jahrhundert zerstörte ein Erbeben die Anlagen und die Stätten wurden von dem nahen Fluss Alphaios  unter Schwemmland begraben, bis Olympia 1723 wiederentdeckt wurde.
Sehenswert das Stadion, dass 45.000 Einwohner fasste. Im Stadion erkennt man noch heute die Markierungen der früher gelaufenen Kurzstrecke von einer Stadie (192,27 m). , in der die Faust-und Ringkämpfe stattfanden, sehenswert sind das Gymnasion und die Palaistra , weiterhin der Zeustempel und das Heraion.
Die Burg Chlemoutsi (Clermont, Castel Tornese)  thront auf einem 250 m hohen Hügel und bietet einen weiten Blick über Halbinsel Kyllini und das Ionische Meer. Erbaut wurde die Burg in den Jahren 1220-1223 von französischen Rittern des vierten Kreuzzuges , während der Herrschaft des Prinzen von Geoffrey I of  Villehardouin. Sie zählt zu den größten und am besten erhaltenen Burgen Griechenlands. Nach dem Fall von Konstantinopel fiel die Burg an die Türken, später wurde sie von den Venezianern übernommen. Im griechischen Unabhängigkeitskrieg konnte die Burg von den Truppen des ägyptischen Generals Ibrahim Pascha eingenommen werden, der Chlemoutsi schleifen ließ. Die Haupthalle und der große Saal mit einer Länge von 70 m dokumentieren die großartigen Fähigkeiten der Baumeister. Sie ist heute damit ein hervorragendes Beispiel der venezianischen Festung auf dem Gebiet der Peloponnes.

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